PURE BODY ACCEPTANCE

Interview mit Paula Charlotte // interview with Paula Charlotte

Im Rahmen des Radiobeitrags den Kommiliton*Innen und ich letztes Semester gemacht haben, haben wir Interviews mit unterschiedlichen Frauen über die Body Positivity Bewegung geführt. Im Dezember habe ich das erste auf meinem Blog veröffentlicht. Im Folgenden findet ihr ein weiteres Interview. Mit Paula Charlotte sprachen wir über den Einfluss der Medien auf die Body Positivity Bewegung, Körperwahrnehmung und ihr Fotoprojekt “Pure Bodies“. Ihre Fotos sollen Mut machen und zeigen, dass jeder Körper schön ist. Wenn Paula nicht grade mit der Kamera unterwegs ist, schreibt sie auf ihrem Instagram und ihrem Blog über Feminismus, psychische Probleme und Popkultur.

F: Was bedeutet Body Positivity für Dich?

A: Ich sage lieber Body Acceptance, weil Body Positivity ein Begriff ist, der ursprünglich aus der Fat Activism Bewegung kommt und ich deswegen ungern für Körper, die eigentlich auch noch der Norm entsprechen, einen Begriff verwende, der einer anderen Bewegung gehört. Deswegen Body Acceptance. Aber, um die Frage zu beantworten: Das bedeutet für mich, dass jeder Körper ein schöner Körper ist – vor allem abseits dessen, was Medien uns vorgaukeln, wie ein schöner Körper auszusehen hat. Und auch, dass man nicht sagt „der Körper ist schön, trotz Cellulite“ oder „ich bin schön, obwohl ich Muttermale habe“, sondern einfach nur schön. Keine Relativierungen, kein gegeneinander Aufwiegen. Und was mir sehr wichtig ist, was ich auch durch das Fotoprojekt merke, dass jeder Körper einfach individuell ist und individuelle Stärken hat. Ein Körper sieht halt immer anders aus als ein anderer Körper. Und anstatt sich auf die individuelle Stärke und Schönheit zu konzentrieren, wird sich darauf konzentriert, wer was hat und wer was nicht hat. Body Positivity, oder Body Acceptance, ist für mich etwas, was dem quasi entgegensteht. 

F: Meinst Du, dass Deine künstlerische Arbeit mit unterschiedlichen Menschen und unterschiedlichen Körpern auch Deine Wahrnehmung von Körpern verändert hat?

A: Was auf jeden Fall durch meine Arbeit passiert ist, ist dass sich der Blick auf meinen eigenen Körper verändert hat. Ich habe, seit ich sechzehn bin, eine Essstörung gehabt und habe mich jetzt natürlich auch im Zuge einer Therapie damit auseinandergesetzt. Durch dieses Projekt und dadurch, dass ich so viele unterschiedliche Körper sehe, spüre ich jetzt, dass ich mit mir selbst viel entspannter werde und mich selbst ganz anders bewerte und dass das aber auch mit anderen Körpern passiert. Zum Beispiel im Sommer ist mir das immer wieder aufgefallen. Ich sitze in der Bahn, alle Leute haben irgendwie kurze Kleidung an und ich betrachte die Menschen ganz anders. Also ich denke mir nicht mehr „ach, die sollte vielleicht das und das nicht anziehen“, was sicherlich jeder irgendwann mal gedacht hat, weil uns das von allen Seiten so vorgeben wird: bewerte die Körper anderer. Ich habe das auf jeden Fall häufiger gedacht. Aber jetzt nehme ich einfach die Person wahr, ich nehme den Körper wahr und ich denke darüber nach, was dieser Körper leistet und mir fällt auf, was schön ist und wie stark dieser Körper ist. Also, das hat sich auf jeden Fall verändert. Und auch beim Fotografieren merke ich, ich sehe gar nicht mehr diese vermeintlichen Makel. Wenn ich zum Beispiel eine dicke Frau fotografiere, die einfach starke Cellulite an den Beinen hat, das nehme ich gar nicht wahr. Ich sehe einfach ihren Körper und ich sehe wie das Licht darauf fällt und was passiert, wenn sie sich bewegt…

F: Kann man sagen, dass Deine künstlerische Arbeit feministisch ist?

A: Das ist sie auf jeden Fall. Weil für mich die Body Acceptance oder Body Positivity verknüpft ist mit Feminismus. Das sind für mich Dinge, die ich nicht trennen kann. Auch so, wie ich zum Feminismus gekommen bin, so abseits von Sozialisation durch alleinerziehende Mutter oder was auch immer; die Bücher, die ich gelesen habe, es geht immer auch um Körperlichkeit. Also sei es jetzt, was für Probleme ich mit meinem Körper habe, aber auch sowas wie Sexualität, Selbstbestimmung, Tabuisierung der Periode und so weiter. Alles, was im Endeffekt Körperpositivität thematisiert. Ich hab mal einen Text geschrieben, da ging es darum keinen BH zu tragen und da habe ich auch geschrieben, dass es wohl nie ein so subtiles aber massenwirksames Schlachtfeld geben wird, wie den weiblichen Körper. Auch Kämpfe des Feminismus werden immer wieder am Körper von Frauen – Cisfrauen, aber auch Trans- und Interpersonen – ausgetragen, wie beispielsweise Recht auf Abtreibung von Menschen mit Uterus, oder wie sie sich zu kleiden haben. Body Positivity/Acceptance ist scheinbar ein Bereich des Feminismus, aber ich finde die einzelnen Bereiche sind sehr stark miteinander verstrickt, eine Trennung ist fast nicht möglich und meiner Meinung nach auch nicht sinnvoll. Wenn ich mich mit Body Positivity beschäftige, dann fange ich automatisch irgendwann an, mich mit Feminismus zu beschäftigen und andersrum.

F: Hat die Body Positivity Bewegung Deiner Meinung nach Grenzen?

A: Vielleicht nicht per se Grenzen. Für mich ist ein Kritikpunkt an der Body Positivity Bewegung auf jeden Fall, dass der Begriff ausgelatscht wird. Er funktioniert ja vor allem als Hashtag und meiner Meinung nach wird das unter zu viele Bildern einfach gesetzt um Likes zu bekommen. Das ist total zweckentfremdet, wenn man jetzt nach dem Hashtag sucht, dann findet man wenig Bilder, die eigentlich wirklich die Botschaft vermitteln, um die es ursprünglich geht. Wenn die ganze Body Positivity mit Yogafotos von weißen, dünnen Frauen verknüpft wird, dann ist das ein Problem. Dann passiert eben das, was immer in den Medien passiert: die weißen, dünnen Körper sind viel mehr repräsentiert als alle anderen Körper, vor allem marginalisierte Körper. Das ist dann die Grenze, die Medien halt immer haben, weil wir Menschen sind so, dass wir lieber “schöne” Sachen sehen, “schöne” Sachen liken. Die meisten Menschen gehen ja nicht auf Instagram und denken, dass sie sich jetzt mal bewusst Dinge ansehen, die in unserer Gesellschaft nicht als schön gelten, es sei denn, sie befassen sich auf die eine oder andere Weise ohnehin damit. Das führt dann dazu, dass wieder mehr normschöne Körper angeschaut werden, mehr Likes und Reichweite bekommen… Dann wird die Norm aufrecht erhalten und dadurch ein sehr einseitiges Bild von Schönheit gezeichnet. Das finde ich ziemlich problematisch.

F: Siehst Du trotzdem auch positive Auswirkungen der Popularität der Bewegung?

A: Positiv finde ich an der Popularität des Hashtags auf jeden Fall, dass das Thema überhaupt in die Medien kommt. Ich hab mit sechzehn keinen Gedanken daran verschwendet, dass man ja mal darüber nachdenken könnte, dass Körper, die nicht der Norm entsprechen auch schön sein könnten. Jetzt glaube ich, passiert das häufiger, dass dieser Denkanstoß geliefert wird. Überhaupt erstmal auf den Gedanken zu kommen, “ist es vielleicht falsch, dass die Medien oder die Gesellschaft mir das Gefühl geben, dass mein Körper nicht gut ist, so wie er ist”, ist ja schonmal ein wichtiger Schritt.

F: Wie intersektional feministisch ist die Body Positivity Bewegung Deiner Meinung nach? 

A: Ich würde erstmal pro forma sagen, dass sie genauso wenig intersektional ist, wie alle anderen feministischen Bereiche. Weil das einfach in beinahe allen Bereichen so ist, dass schwarze Frauen, Women of Colour, körperlich beeinträchtigte Menschen und so weiter einfach unterrepräsentiert sind. Es wird besser, Feminismus wird intersektionaler, aber da ist auf jeden Fall noch viel, viel Bedarf. Und so ist das auch in der Body Positivity Bewegung. Die Accounts, die sich allgemein mit Body Positivity beschäftigen, sind fast immer überwiegend weiß. Wenn sie nicht explizit von einer BIPOC oder von einer Person mit Beeinträchtigung geführt werden, dann ist es eher unwahrscheinlich, dass diese Dinge thematisiert werden. Also klar, oft ist es so, dass versucht wird, darauf zu achten diese Personen mit zu nennen, aber wie weit dann der eigentliche Aktivismus wirklich intersektional ist, ist eine ganze andere Frage. Also ich glaube, White Feminism is a thing und Intersektionalität spielt im Popfeminismus wenig bis keine Rolle, zu dem die Body Positivity Bewegung leider an vielen Stellen durch die Vereinnahmung von dünnen und/oder weißen Menschen gehört. 

F: Findest Du, dass der Körper oder die Wahrnehmung des Körpers eine so große Rolle spielen sollten in der Gesellschaft und im Feminismus? 

A: Ich glaube, es kann nicht keine Rolle spielen. Einfach weil unsere Gesellschaft so ist. Weil Menschen körperliche Wesen sind. Das ist einfach so, wir sind einfach ein Körper, der existiert. Und mit unserem Körper können wir Dinge erreichen… Unser Körper ist ein Medium. Nicht nur etwas, womit wir irgendwo hingehen können, sondern auch etwas worauf wir Tattoos tragen, was wir zu uns nehmen, mit dem wir interagieren, wen wir berühren und so weiter, das kann ja auch alles schon Politik sein. Und eben auch weil die Gesellschaft den Körper von Frauen, aber eben natürlich auch von Menschen, die sich abseits der cis-Dualität oder fluide verorten, die nicht heterosexuell sind usw. , immer wieder zum Thema macht und meint, Stempel aufdrücken oder Regeln vorzugeben oder irgendwie Schubladen aufmachen zu können, allein deswegen schon spielt es so eine große Rolle.

F: Was bedeutet es denn für Dich, sich in seinem Körper wohl zu fühlen? 

A: Für mich bedeutet, sich in meinem Körper wohl zu fühlen, vor dem Spiegel zu stehen und nicht den Bauch einzuziehen. Für mich bedeutet das auch, Hosen kaufen zu gehen und nicht darüber nachzudenken ob ich jetzt eine Größe größer oder kleiner als vorher kaufen muss. Es bedeutet für mich, dass ich im Sommer wieder kurze Hosen tragen kann, wieder im Bikini an den See gehen kann. Es bedeutet für mich auch, nicht darüber nachzudenken was ich esse und wie viel. Und es bedeutet für mich zu verstehen, dass mein Körper ja das eine Zuhause ist, das ich habe, mein ganzes Leben lang. Mit dem ich leben muss und da eben auch nachsichtig, liebevoll und fürsorglich umgehen sollte, meinem Körper eben das zu geben, was er in dem Moment braucht; wenn ich krank bin, dann mache ich einfach keinen Sport auch wenn ich drei Tafeln Schokolade gegessen habe. Allerdings bedeutet es das, weil ich trotz meiner Vorgeschichte der Essstörung das Privileg hab, schlank zu sein. Für dicke oder fette Menschen sieht das ganz anders aus. Selbst wenn sie sich in ihrem Körper wohl fühlen, wird er von allen anderen Menschen immer kommentiert, zum Beispiel, wann sie was essen oder nicht essen sollten, dass sie abnehmen sollten und so weiter. Jede*r kann mit dem eigenen Körper strugglen, trotzdem sollte man sich des Unterschieds bewusst sein, was es bedeutet, in einem marginalisierten weil dicken oder fetten Körper zu leben. 

F: Kommen wir zum Schluss nochmal auf “Pure Bodies“ zurück. Was meinst Du sind die Beweggründe dafür, dass Menschen sich von Dir fotografieren lassen wollen und wie reagieren sie im Nachhinein auf die Bilder? 

A: Das ist beides sehr unterschiedlich, denke ich. Was alle vereint, ist glaube ich der Gedanke, dass sie mit ihrem Körper Frieden schließen wollen, auch wenn das vielleicht an manchen Stellen wehtut.
Ich bekommen viele Geschichten zu hören. Ich hatte schon Menschen, die mit einer Essstörung zu kämpfen haben, ich hatte eine Person mit Diabetes, jemanden mit sehr vielen Narben – also da gibt es ganz unterschiedliche Beweggründe. Was dann passiert mit den Menschen, wenn sie die Fotos sehen, ist genauso unterschiedlich. Es war aber bisher noch nie so, dass sich jemand danach wirklich schlecht gefühlt hat. Es ist oft so, dass sie schon sagen, dass es erstmal ungewohnt ist, sich so zu sehen, aber es ist ja auch der Sinn der Sache, es zu normalisieren. Das Feedback ist eigentlich immer, dass es so geworden ist, wie sie es sich erhofft haben. Natürlich war der Effekt bei der*dem ein oder anderen größer oder kleiner. Manche posten die Fotos total stolz und andere haben die Fotos lieber für sich. Generell sind manche Menschen in ihrer Kommunikation ja euphorischer als andere, also allein da kriege ich unterschiedliche Reaktionen mit. Auch von den Leuten, die mich anschreiben, ob ich sie nun fotografiert habe oder nicht. Mir hat eine Bekannte geschrieben, dass sie sich wegen der Fotos wieder traut kurze Hosen zu tragen. Andere schreiben, dass ihnen die Fotos so viel Mut geben oder dass es so viel mit ihnen macht, und dass es sie so empowered diese Fotos zu sehen. Schon allein das ist super viel wert. Und das gepaart mit den individuellen Geschichten. Das ist super schön, auf jeden Fall. 

Wer sich Paulas Projekt(e) ansehen will, kann ihr auf Instagram folgen oder auf ihrem Blog vorbeischauen. Für ein Fotoshooting kann man sie per Mail kontaktieren. 
Wenn ihr euch den kompletten Radiobeitrag zur Body Positivity Bewegung anhören möchtet, könnt ihr das HIER tun. 
//K.



For the radio report that I recorded with a group in a feminist media seminar last semester, we conducted three interviews with three women about the Body Positivity Movement. In December, I published the first one of the interviews on my blog. In the following, you will find another one. With Paula Charlotte we talked about the influence of the media on the Body Positivity Movement, the perception of the human body and her photo project “Pure Bodies“. Her photos aim to encourage self love and show that every body is a good body. When Paula isn’t taking pictures, she writes about feminism, mental illness and pop culture on her Instagram and her blog.

Q: What does Body Positivity mean to you? 

A: I prefer saying Body Acceptance, because Body Positivity is a term that originates from the Fat Acceptance Activism. I don’t want to use a term for bodies that still fit a certain norm, if that term belongs to another movement. Therefore I use Body Acceptance. But, to answer your question: To me it means, that every body is a beautiful body, no matter what the media is trying to tell us a good body is supposed to look like. Also, that you don’t say something like “this body is beautiful, despite of the cellulite“ or “my body is beautiful, although I have birth marks“, but that a body can just be beautiful, no excuses. No relativisation, no counterbalancing. Another important thing for me is, that every body is an individual and that it has different strengths. I realise that time and time again with my photo project. One body will always look different than the next. And too often we don’t look at the individual beauty and individual strengths of those bodies. We only focus on the things that a body might not have or might have. Body Positivity, or Body Acceptance, to me is something that is working against that.

Q: Do you think your work with different people and different bodies has changed your perception of bodies in any way?

A: One thing that definitely happened through my work is that the perception of my own body has changed a lot. I had been struggling with an eating disorder since I was sixteen and I’ve work on it by myself and in therapy. Through my photography project and the fact that I now see so many different bodies, I realise that I am more gentle with myself and that I look at myself less harshly. And that also happens with other bodies. For example last summer, I realised my different perception of other bodies. When I was on the tram and saw people wearing short/revealing clothes because it was hot, I would look at them differently than I used to. I wouldn’t think to myself “oh, maybe she shouldn’t be wearing this or that“, like I used to. I guess, we’ve all thought something like that at some point in our lives, because judging other people’s bodies is what we are taught. But now I just observe the person, their body and I think about what this body is achieving and what is pretty about it and how strong it is. So that definitely changed a lot for me. When I photograph people now, I don’t see their assumed flaws. For example, when I take pictures of a fat woman with a lot of cellulite – I don’t really see that. I just see her body observe how the light hits her skin and how her body moves…

Q: Would you say that your photography is a feminist act?

A: I’d definitely say so. Because in my opinion Body Positivity, or Body Acceptance, and feminism are very much linked to each other. I feel like they are two things that can’t be separated. Like the way I got into feminism, not considering my social upbringing with a single mother or anything; the books I’ve read, it always had to do with physicality. It doesn’t matter if it’s the problems I have with my body personally or ones sexuality, ones autonomy, the taboo about menstruation, etc. Everything that is concerned with positivity towards ones body. Once I wrote an article about not wearing a bra and in that piece I also wrote, that there probably will never be a more subtle and somewhat popular battlefield in our society, than the female body. So a lot of the feminist fights are about the bodies of cis women, but also trans and inter persons. For example the fight about abortion rights for people with an uterus, or how we are supposed to dress. Body Positivity/Acceptance seemingly are part of feminism, separating them is nearly impossible and in my opinion it is pointless to try. When you start dealing with Body Positivity, you will eventually start dealing with feminism, too. And the other way around.

Q: Would you say there are boundaries to the Body Positivity Movement?

A: Maybe not boundaries in that sense. A thing I find problematic about the Body Positivity Movement is the fact that the term is being worn out. First and foremost it works as a hashtag and I feel like that hashtag is mindlessly put underneath pictures just for the likes. It’s so alienated by now, that when you look up the hashtag you seldom find pictures that actually deal with the original message that is behind the concept. When Body Positivity is linked to thin, white yoga-ladies, that is highly problematic. It leads to what always happens in the media: white and thin bodies are represented way more than other bodies, especially more than marginalised bodies. That is a boundary that the media has, because people are like this – they prefer looking at “pretty“ things, prefer liking “pretty“ things. Most people don’t head to Instagram to look at things that aren’t seen as beautiful in our society, or things that don’t fit our norms of beauty. Maybe some do, but only if they are interested and want to deal with these things anyway. This tendency leads to more likes and medial outreach for bodies that fit the society’s beauty standards… The norm will be held up and a very one sided picture of what beauty entails is created. To me that is very problematic.

Q: Do you still see positive aspects in the popularity of Body Positivity?

A: A positive aspect about the popularity of the hashtags is definitely the fact that it is talked about in the media, at least in some way. When I was sixteen I didn’t think twice about the fact that it is a huge problem that no one teaches us that bodies who don’t fit the norm can still be beautiful. Nowadays I feel like, the hashtag gives people the impulse to question the beauty standards. To come to the realisation or to start thinking about it like “maybe there is something wrong with the fact that the media and society is trying to tell me that my body can’t be pretty too“, that alone is an important step.

Q: How intersectional and feminist do you consider the Body Positivity Movement to be?

A: Generally speaking I’d say it is not very intersectional, just like any other part of feminism. No matter what we’re looking at, we can see that black women, women of colour, people with disabilities and so on, are not very much represented. It’s getting better, feminism is becoming more intersectional, but there is still a loooot of work to do. It’s the same in the Body Positivity Movement. The accounts online that deal with the topic are mainly run by white folks. If the accounts are not owned by a BIPOC or disabled person, it is very unlikely that you will see these things represented and talked about there. Of course, people are trying to name these issues and address the marginalised communities, but to what extend you could call that activism, I don’t know. White feminism is a thing, I’d say. Intersectionality doesn’t play a huge role in todays pop culture feminism. Maybe not at all. And that is a problem, because this form of feminism is mainly taking up the Body Positivity Movement these days, because too many skinny and white people are claiming it to be theirs.

Q: Do you feel like the human body, its perception and the consciousness of it should play such a big role in our society?

A: I think, it cannot not play a role. Simply because of the way our society is structured. Humans are physical beings. That’s just how it is. We simply are bodies that exist. We can achieve things with our bodies… Our bodies are mediums. It’s not only about where we can go with our bodies, if we wear tattoos or not. What we eat, how we interact with others, who we choose to touch and so on – all that can be a political act in a way. Especially because our society makes female bodies a political issue. Not only female bodies, but also of course the bodies of people who live beyond the cis gendered duality, are fluid, not heterosexual etc. Because these bodies are made an issue and society thinks they have to label them, judge them or but them in boxes – that is reason enough for the human body to play a big role in our society.

Q: What does it mean to you to feel comfortable in your own body?

A: Feeling comfortable in my own body means that I can stand in front of a mirror and not suck in my tummy. It also means, that I can go shopping for new trousers and not think about if I went up a size or down a size. It means that I can wear hot pants in summer and go to the lake wearing a bikini. It means, not thinking about what I am eating and how much I am eating. It means understanding that my body is the one home I have, for the rest of my life. That I have to live with it and therefore should be indulgent, caring and loving with it. Giving my body what it needs at any moment; when I am ill for example, maybe I don’t do sports although I ate like three chocolate bars. But it also means, that despite my history with an eating disorder, I have the privilege of being thin. For heavy or fat people it’s different. Even when they feel comfortable in their own body, someone will always comment on it. When they should eat something and when they shouldn’t, that they should loose weight etc. Everyone might struggle with their body, but you should always be aware of the difference it makes when you live in a marginalised body because you are fat or whatever.

Q: Last question and coming back to your photo project “Pure Bodies“: What do you think are some of the reasons why people might want you to take photos of them and how do they react to the photos afterwards? 

A: It always differs, I think. What unites them all is the thought that they want to make peace with themselves and their bodies, even if it might hurt in the process.
I get to hear many stories. I worked with people who struggled with an eating disorder, a person with diabetes, someone with many scars – they all had their individual reasons to ask for a shoot. How they react when seeing the pictures is just as diverse. It hasn’t happened so far, that someone felt bad about themselves after. Of course, most of them say that it is odd to see themselves like this, but that’s the idea behind it all – to normalise every body. The Feedback usually is positive and that the photos turned out like they wanted them to. Of course the effect of the photos varies from person to person. Some proudly post their pictures, others prefer keeping them to themselves. In general, some people are more euphoric in their reaction than others and that’s already one thing that makes the reactions very different form one another. The reactions from people who reach out to me are very different too, no matter if I took photos of them or not. A girl I know once texted me saying that she is confident enough to wear short clothes again, because of my work. Others message me to tell me how encouraging they find the pictures, how they react to them and how it empowers them to look at them. For that reason alone my work is so worth it for me. And then adding all the individual stories that the people are willing to share with me. It’s really fulfilling for sure.

If you want to check out Paula’s project(s) now, you can follow her on Instagram or head over to her blog. In case you want to become part of the “Pure Bodies“-project and have your photos taken, you can e-mail her.
If you want to listen to the whole radio report about the Body Positivity Movement, you can do so HERE
//K.

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